Den Freuden der Tafel folgt die IIH

15.05.2017

Die früher als Pseudotumor cerebri bezeichnete idiopathische intrakranielle Hypertension (IIH) kann zur Schwellung des Sehnerven und auch zu einer Abduzensparese führen. Extraokulare Symptome können Schwindel und Tinnitus sein. Dass IIH häufiger als früher diagnostiziert wird, liegt an der Zunahme des vielleicht wichtigsten Risikofaktors innerhalb der Bevölkerung vieler Regionen – dem Übergewicht. Im Rahmen des "Rochester Epidemiology Projects" im US-Bundesstaat Minnesota wurde mehr als eine Verdopplung der Prävalenz der IIH vom Zeitraum 1990-2001 (1 Fall pro 100000) auf den Zeitraum 2002-2014 (2,4/100000) beschrieben. Frauen haben weitaus häufiger (3,3/100000) eine IIH als Männer (0,3/100000). Am häufigsten (22 pro 100000) war der intrakranielle Hochdruck bei adipösen Frauen zwischen 15 und 44 Jahren.

Kilgore KP et al (2017) Re-evaluating the incidence of idiopathic intracranial hypertension in an era of increasing obesity. Ophthalmology 124: 697-700

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